Bericht vom 1. europäischen Nachfolgetreffen des Weltrauenmarsches,
Paris, 13. – 14. Januar 2001 Ort:  Unesco-Gebäude, 7 Place de Fontenoy
 

13. 1. 01 Samstag morgen

Beginn: etwas verspätet, ca. 10 Uhr

Etwa 25 Frauen hatten sich angemeldet, mit den französischen Gastgeberinnen waren es ca.. 40 Frauen. Teilnahme-Gebühr war 300 FF.

Folgende Länder waren vertreten:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien (drei nationale Gruppen: Katalonien, Galizien, Kastilien; jede Gruppe spricht für sich), Zypern (die Vertreterin aus Zypern war gleichzeitig die Vertreterin für die Organisation der Frauen aus den Mittelmeer-Ländern) Die Vertreterin aus Großbritannien hatte sich entschuldigt. Bedauerlicherweise war keine Frau aus Osteuropa vertreten, teilweise aus finanziellen Gründen (Anreisekosten, Unterkunft und Teilnahmegebühren waren frei), aber auch aus Gründen nicht erteilten Visums (Kollegin aus Moskau).

(Dass die drei spanischen Gruppen je eine Stimme haben, finde ich persönlich problematisch, da es für die Frauen aus den Mittelmeer-Ländern nur eine Vertreterin gibt, die für alle diese Länder offenbar nur jeweils eine Stimme hat. Gut ist auf der anderen Seite, dass die Mittelmeer-Staaten dadurch einen sicheren Platz in Delegationen haben.)

Aus Deutschland nahmen Christine Hinrichsen (Frauenverband Courage) sowie Monika Christann und Britta Brandau (Feministische Partei DIE FRAUEN) teil.

Angenehm war, dass es gelungen war, vier DolmetscherInnen-Teams (gedolmetscht wurde in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch) für die anderthalb Tage zu engagieren. (Das UNESCO-Gebäude inkl . Dolmetsch-Kabinen und Technik war durch eine Gönnerin der UNESCO kostenlos zur Verfügung gestellt wurden; die DolmetscherInnen-Honorare wurden von verschiedenen Gruppen aus politisch linken Kreisen finanziert (Parteien, Gewerkschaften)

Der erste Teil des Vormittags bestand aus Berichten aus den verschieden anwesenden Ländern. Nicht alle hatten den in New York beschlossenen Fragebogen zurückgeschickt, auch Deutschland nicht. (Es hatte in der Zwischenzeit noch kein neues Treffen des Nationalen Vorbereitungskomitees stattgefunden, so dass kein Bericht abgestimmt werden konnte.)

Christine Hinrichsen berichtete über die Situation und Aktionen in Deutschland anhand des Fragebogens, den wir am Abend vorher telefonisch abgestimmt hatten.
 

Im zweiten Abschnitt des Vormittags wurde Bilanz gezogen, was die Aktionen auf europäischer Ebene, d. h. beim Marsch in Brüssel, angeht.

Die Belgierinnen erklärten noch einmal, dass ihnen keine andere Marsch-Route zur Verfügung stand, da es in Brüssel eine Vorschrift gibt, die Demonstrationen in der Innenstadt am Mittwoch und am Samstag untersagt. Probleme gab es aus ihrer Sicht auch, weil viel mehr Frauen Reden halten wollten, als es zeitlich möglich war. Dies habe zu großem Unmut geführt. Ein weiteres Problem gab es am Abend in der Innenstadt ein Problem mit tanzenden und musizierenden kurdischen Frauen, weil die Polizei Krawalle befürchtete. Die Organisatorinnen konnten sie aber beruhigen.

Ein weiteres, nicht vorhersehbares Problem hatte es mit den Toilettenwagen gegeben. Durch den Herbst waren bereits viele Blätter gefallen und hatten die meisten Abwasser-Kanäle des Parks verstopft, so dass nicht so viele Toilettenwagen benutzt werden konnten.

Das Finanzielle scheint noch nicht ganz abgeschlossen zu sein. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass noch Forderungen an die teilnehmenden Länder kommen würden. (Ursprünglich – so war es in Kopenhagen im Mai 2000 beschlossen – sollte jedes Land 250 Euro beisteuern.) Die Schlussabrechnung konnte allerdings noch nicht gemacht werden, da noch nicht alle Rechnungen komplett vorliegen.

Abgesehen von der Demoroute gab es unter den europäischen Frauen eine große Zufriedenheit, dass so viele Frauen mobilisiert werden konnten.

An eine Auswertung der Gespräche mit der EU-Kommissarin Anna Diamantopoulou (siehe dazu meinen Bericht aus Brüssel und New York) sowie die Gespräche bei der Weltbank und beim IWF kann ich mich nicht erinnern.)
 

Samstag Nachmittag

Der Nachmittag diente der Bestimmung zukünftiger Positionen. Machen wir weiter? Wie machen wir weiter? Ohne große oder gegensätzliche Diskussionen votierten die Länder-Vertreterinnen dafür, dass das europäische Weltfrauenmarsch-Gremium weiter zusammen arbeitet und Aktionen durchführt.

Zur Vorbereitung wurden fünf Arbeitsgruppen mit den folgenden Themenkomplexen gebildet:

Selbstbestimmung (Verhütung/Abtreibung, gleiche Rechte für Lesben)
Gewalt (Prostitution, bewaffnete Konflikte)
Soziale Rechte (Armut, Globalisierung)
Gleiche Rechte (ausländische Frauen, MigrantInnen)
Bewaffnete Konflikte

Samstagabend gab es ein sehr nettes, fröhliches Abendessen im Pariser Frauenzentrum „Maison des Femmes“ mit Cous-Cous, viel Rot- und Weißwein....

Sonntag morgen

Diskussionspunkte waren:
Berichte aus den Arbeitsgruppen und Abstimmung über zukünftige Aktionen.
Festlegung, wie das Liaison Committee zukünftig besetzt sein soll (mit welchem Land)
Ort und Termin des nächsten europäischen Treffens

Berichte

Workshop „Armed conflicts“(„Bewaffnete Konflikte“)
(2 Frauen aus Italien, 1 Zypern (gleichzeitig Delegierte für die mediterranen Frauen),  1 Schweiz, 1 Schweden, 1 Frankreich)
Am 29. Dezember 2000 gab es eine von Frauen organisierte Demonstration in Jerusalem, an der ca. 2000 Menschen teilnahmen.
Vorschläge:
Schweden (Ernie): Es sollen sog. „witness brigades“ gebildet werden, d.h. Frauengruppen sollen direkt in die Gebiete fahren und danach in den Medien über die Vorgänge, insbesondere für Frauen, berichten.
Die March-Frauen können einen Brief an die MinisterInnen schreiben (1. Halbjahr 2000 schwed. Ratspräsidentschaft) zum Treffen Ende Januar
Einen Tag in Europa schaffen zur Entmilitarisierung
Evaluation von gender Aspekten

Über eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Gruppen wurde nicht gesprochen (Zeitmangel).
Die Finanzierung der Vorschläge ist noch nicht klar.

Workshop „Droit de choisir“(„Recht zu wählen“, Selbstbestimmug“)
(4 Frauen)
Bestandsaufnahme. In einigen Ländern Europas wurde das Wichtigste erreicht, in einigen Ländern gibt es einen Backlash durch katholische und rechtsgerichtete Gruppen. Die Situation in Ost-Europa ist bzgl. Selbstbestimmung äußerst schwierig. Die Situation der Migrantinnen ist sehr unterschiedlich. Im „Norden“ bringen die Familienplanungsprogramme mehr Kinder hervor, im „Süden“ ist es das Gegenteil. Francesca (Italien) meint, dass die Plattform geändert werden müsste, und zwar „nicht, wogegen wir sind“, sondern „was wir haben wollen“.

Workshop „Violation“ („Gewalt/Vergewaltigung“)
(4 Frauen aus Spanien, 1 Belgien, 1 Luxemburg, 3 Frankreich)
In diesem Workshop ging es hauptsächlich um Prostitution und Trafficking (Menschen-/Frauenhandel).
Der gegenwärtige Trend ist der Frauenhandel mit osteuropäischen Frauen. Serbische Frauen haben darum gebeten, dass wir sie im Kampf gegen Frauenhandel unterstützen. 80 % der Prostituierten erzählen, dass sie vorher vergewaltigt wurden. Die Gewalt gegen Lesben nimmt zu. Die Gruppe meinte geschlossen „Je mehr die Dienstleistungsgesellschaft sich durchsetzt, desto mehr Prostitution gibt es.“ Es wurde überlegt, ob der zukünftige Fokus darauf gelegt werden sollte, dass „die Körper nicht vermarktet werden sollten, wenn die „Globalisierungskarte gespielt“ würde.

Ernie berichtet aus Schweden, dass bei dem neuen Gesetz zur Prostitution nicht die Prostitutierten, sondern die Freier kriminalisiert würden.
Eine Frau aus den Niederlanden berichtet, dass die häusliche Gewalt ein großes Thema ist und dass sie dieses Thema im workshop vermisst.

Workshop „Egalité des droits“ („Gleiche Rechte“)
Das Problem der Migration sollte nicht als ein „Extrafeld“ für Solidarität angesehen werden, sondern als ein Betätigungsfeld für einen politischen Ansatz. Das Rassismusproblem ist nach wie vor existent und nimmt zu.

Vorschläge:
Eine schlug daher vor, dass der Titel des Weltfrauenmarsches zukünftig auch den Begriff „...gegen Rassismus....“ enthalten sollte. (Wurde abgelehnt, da dieser Titel international vereinbart wurde und nicht einfach geändert werden kann.)
Am 21. März (Internationaler Tag gegen Rassismus) könnte es Aktionen gegeben mit Vorankündigung am 8. März.
In der Plattform aufzunehmen „...gegen Deportation....“

Workshop „Droits sociaux“ („Soziale Rechte“)
Britta Brandau und Monika Christann waren in der Arbeitsgruppe „Soziale Rechte“, in der eine längere Diskussion darüber geführt wurde, ob  wir uns – da wir durch die Presse anscheinend kaum wahrgenommen und entsprechend nicht berücksichtigt werden – den sog. „Anti-Globalisierungsgruppen“ anschließen sollten. U. a. wurde bemängelt, dass die Presse offenbar nur über diese Gruppen berichtet, wenn sie Gewalt erwartet oder Gewalt passiert ist. Hingegen wird praktisch gar nicht über friedliche Proteste, die es in diesem Zusammenhang auch zahlreich gibt, berichtet.

Von französischer Seite wurde konstatiert, dass die Weltmarschfrauen trotz zahlreicher Aktionen nicht integriert seien und es wurde die Frage gestellt, wie wir unsere Marsch-Themen mit den Aktionen der Globalisierungs-Gegner verbinden könnten, welche Rolle wir hierin spielen könnten.

Aktueller Anlass war die bevorstehende Teilnahme einiger Weltmarschfrauen (auch unter dem „Label“ Weltfrauenmarsch) auf dem 1. Weltsozialforum (alternatives Forum) in Porto
Alegre/Brasilien (25. – 29. Januar 2001) .Die Teilnahme der Frauen wurde ebenfalls von verschiedenen französischen Organisationen (hauptsächlich Gewerkschaften) finanziert. Eine der Organisatorinnen aus Québec, Diane Matte, war eine der Hauptrednerinnen. Weitere Marsch-Frauen haben dort  workshops angeboten. Wir Frauen wurden in Paris aufgefordert, ebenfalls teilzunehmen. (Obwohl ca. 20.000 Menschen an diesem Forum teilgenommen haben, waren Weltmarschfrauen mit Transparenten sichtbar. Anmerkung: Dies habe ich auf einem DGB-Seminar von einem österreichischen Teilnehmer erfahren.)

Beschluss der Arbeitsgruppe war, sich nicht offiziell den Anti-Globalisierungs-Gruppen anzuschließen, sondern die Eigenständigkeit zu bewahren, sich aber z. B auf dem Genua-Gipfel zu treffen. Es wurde aber dennoch für wichtig erachtet, als „offizielle“, aber eigenständige Gruppe in die entsprechenden internationalen Aktionsgruppen zu gehen.

Es wurde bemerkt, dass wir darin fortfahren sollten, ein Lobbying von IWF und Weltbank zu machen.

Geplant ist, anlässlich des G8-Gipfels im Juli 2001 (Genua?) an Protesten teilzunehmen. Organisation: „MAREA“ (Frauenzeitung). Webseite: www.marea.it. Weitere Kontaktadresse: mochena@village.it oder lauguide@tin.it.. Redaktion von MAREA: Marina Barbieri, Lucia De Leo, Laura Guidetti, Monica Lanfranco, Mariella Todaro, Nicla Vassallo.
MAREA hat außerdem eine Vertreterin des Weltfrauenmarsches angefordert. Darüber hinaus ist daran gedacht, Susan George (World Watch Institute) und/oder Vandana Shiva einzuladen.

Weitere Aktionen bzw. Einladungen zu Treffen:

8. bzw. 21. März gemeinsame Aktion der französischen Gruppe „Tous ensemble“ zu Migrantinnen-Rechten, vor allem in Bezug auf Frauenhandel. (Siehe weiter unten zur Beschlussfassung am Sonntag)
Teilnahme auf Einladung der schwedischen Frauen (Frauen-Netzwerk für ein anderes Europa (das sind Friedensfrauen, Umweltfrauen und Frauenrecht-Frauen) nach Göteborg anlässlich des EU-Gipfels vom 15. bis 17. Juni 2001. (Women’s Folk High School). Kontakt: ianthe.holmberg@telia.com oder Tel./Fax 0046-31 96 00 78. Frühe Anmeldung empfehlenswert, da kostenfreie oder kostengünstige Unterkunft und Verpflegung möglich sind!
 

Abgestimmte, vom europäischen Weltfrauenmarsch getragene Aktionen:

Bewaffnete Konflikte:
Einsetzung von „witnesses groups“. Koordinatorinnen: Alessandra Mecozzi und Nadia De Moud.
Termin: Mitte Februar. Sponsorinnen und Mitmacherinnen gesucht. Adresse: Allessandra Mecozzi, corso Trieste 36, I-00198 Rom, email: fiom.internazionale@mail.cgil.it, Tel. 0039-06-852 62 340, Fax 0039-06-854 8545, mobil 0039-3356513615
 

Recht auf Selbstbestimmung:
Solidaritätskampagnen.,
 2. Gesetze der verschiedenen Länder sammeln und auswerten. Koordinatorin: Francesca Pesce, email: francesca.pesce@flashnet.it, Tel. 0036-06-535266 (Möglicherweise wurde die Vorwahl falsch aufgeschrieben; es könnte auch 0039 für Italien sein)
Sophie Pioro wird die Koordinatorin für Frauenhandel-Kampagnen sein. Email: cffb@amazone.be, Tel. 0032-2-229 3821, Fax 0032-2-2293820
Ein europäisches Netzwerk für Lesben soll aufgebaut werden. Koordinatorin: Jocelyn Fildard
Am 21. März (Internationaler Tag gegen Rassismus) sollen gemeinsame europäische Aktionen laufen. Koordinatorin: Claudie Lesselier/Org. Rajfire, email : rajfire@wanadoo.fr,
Tel. 0033-1-47005671. (Claudie spricht sehr gut Deutsch.) Rajfire ist eine der Antirassismus- bzw. Migrantinnen-Gruppen in der Org. „Toutes ensemble“.
Eine Änderung des Weltmarsch-Namens soll auf dem nächsten internationalen Treffen eingebracht werden.
Weiterer Vorschlag: Die verschiedenen Gesetze und Vorschriften zu MigrantInnen und Asylsuchenden in Europa sollen gesammelt und unter uns verteilt werden. Koordination: Gruppe „Toutes ensemble“.
 

Soziale Rechte
Sophie Zafari wird sich um das follow-up zu Göteborg, Genua und Davos kümmern. Koordinatorin für die Kontaktaufnahme für die beteiligten Gruppen: Nadia De Moud, email:
progetti@manitese.

Sophie Zafari schlägt außerdem vor, im Jahre 2002 ein weiteres großes europäisches Treffen mit einer großen Konferenz und Manifestationen auf der Strasse zu veranstalten. Dies soll auf nationaler Ebene diskutiert und verabschiedet werden.

Das nächste europäische Treffen hätte eigentlich in Deutschland, vorzugsweise in Berlin, stattfinden sollen. Dieser Wunsch war bereits in Kopenhagen geäußert worden, nicht zuletzt wegen der günstigeren Anreise für Frauen aus Osteuropa. Auch in Paris wurde er wiederholt von einigen Ländern gewünscht. Da aber zwei deutsche Teilnehmerinnen sich nicht einig waren (eine sprach dafür, eine andere dagegen) (das Nationale Komitee hatte noch kein Treffen nach dem Marsch gehabt, gleichwohl bereits konkret von Tännich/Thüringen oder Berlin als nächstem Veranstaltungsort die Rede gewesen war), kam von spanischer Seite das Angebot, das Treffen nach Barcelona zu holen. Es gab sodann eine Abstimmung. Resultat:

Das nächste Treffen auf europäischer Ebene findet am 13./14. Oktober 2001 in Barcelona statt. Kontakt: Amelia: meli1@navegalia.com; (Meli 1!); Marta: 4567mcp@comb.es; Marcela: cfuentelsa@bell.ub.es
 

Neubesetzung des Liaison Committee

Die Debatte über Strukturen der Europäischen Weltfrauenmarschgruppe muss noch geführt werden. Es wurden entsprechend auch die Frage nach der Legitimation gestellt, inwieweit die einzelnen Aktionsgruppen für alle (europäischen) Länder sprechen können. Die Aktionen werden als „Netzwerk von Basis-Aktionsgruppen“ verstanden, die das Vertrauen des (europäischen) Weltmarsches haben.

Auf internationaler Ebene wurde das nächste Treffen zwar schon beschlossen, aber noch kein Datum festgelegt. Das Verbindungskomitee wird sich mit dem neoliberalen Globalisierungsprozess, feministischen Alternativen und ggfs. einem Frühwarnsystem in Krisenzeiten befassen. Themen wie Abtreibung und Verhütung sollen ebenfalls behandelt werden.

Um die Besetzung des Liaison Committees gab es noch eine längere Debatte, welche Länder aus Europa vertreten sein sollen, da nur acht Plätze für Europa möglich sind. Bisher waren vertreten: Belgien, Frankreich, Portugal, Zypern (für mediterrane Länder), Schweiz, Dänemark, zwei Frauen aus Osteuropa.

Nach einer längeren Debatte wurde beschlossen, dass zukünftig Spanien anstelle von Portugal einen Platz hat, da keine einzige Frau aus Portugal anwesend war (auch schon nicht in Kopenhagen), Spanien aber in Paris eine gute Vertretung hatte. Allerdings wurde den Spanierinnen aufgegeben, sich untereinander zu einigen und nicht nur einzelne Regionen zu vertreten. Deutschland wurde übrigens auch vorgeschlagen; wir haben aber unabgesprochen weniger Wert auf uns denn auf andere Länder gelegt.

Fazit: Es hat Spaß gemacht, obwohl es anstrengend war und es ist auch schön, dass die Aktionen des Weltfrauenmarsches nicht einfach „im Sande verlaufen“, sondern dass sie im Gegenteil weitergehen. Ich denke, es wird noch einige Aktionen auf europäischer und internationaler Ebene geben.

Monika Christann, 22. Februar 2001
 

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